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Tannenherkunft Fronsburg

Coming soon

Thema: Herkunftswahl
Baumarten: Tanne (Abies alba)

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Weinviertler Lärche

Coming soon

Thema: Baumartenwahl
Baumarten: Lärche (Larix decidua)
Seehöhe:

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Naturpark Sparbach

Coming soon

Thema: Baumartenwahl
Baumarten: Buche (Fagus sylvatica)

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Hybridlärche Mannersdorf

Coming soon

Thema: Herkunftswahl
Baumarten: Lärche (Larix decidua)

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Wuchsleistung Schwarzkiefer Anninger

Coming soon

Schwarzkiefer = Schwarzföhre

Thema: Baumartenwahl
Baumarten: Schwarzkiefer (Pinus nigra)
Grundgestein: Karbonat
Seehöhe:
Höhenstufe: Submontan
Wuchsgebiet: 5.1 Niederösterreichischer Alpenostrand (Thermenalpen)
Höhenstufe : Submontan
Wuchsgebiet: 5.1 Niederösterreichischer Alpenostrand (Thermenalpen)

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Douglasie vs. Fichte

Douglasie oder Fichte – welche Baumart hat die Nase vorne? 2016 wurden hier zwei nebeneinanderliegende Probeflächen eingerichtet um die Unterschiede der beiden Baumarten vergleichen zu können.

Die Fichte leidet an vielen Standorten in Österreich zunehmend unter den klimatischen Veränderungen. Trockenheit, Stürme und der Befall von Borkenkäfern setzen der Baumart zu. Forstleute sehen in der Douglasie eine Baumart, die besser mit den prognostizierten Bedingungen zurechtkommen könnte.

Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Baumart wird schon seit etwa 130 Jahren in Österreich angebaut und ist besser an langanhaltende Trockenheit und Hitze angepasst.

Im Vergleichsversuch wurden die Bäume 2016 und 2019 vermessen. Es hat sich gezeigt, dass die 40-jährigen Douglasien höher und dicker sind als die Fichten im selben Alter. Somit wäre an diesem Standort die Douglasie aus wirtschaftlicher Sicht die bessere Wahl.

Thema: Baumartenwahl
Anlagejahr: 1979
Größe: 0.14 ha
Baumarten: Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
Größenaufteilung: 2 x 700 m2
Grundgestein: Silikat
Seehöhe:
Exposition: O - SO
Neigung: leicht geneigt
Höhenstufe: submontan
Wuchsgebiet: 5.2 Bucklige Welt
Höhenstufe : submontan
Wuchsgebiet: 5.2 Bucklige Welt

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Nachhaltige Waldverjüngung in Hochlagen

Die Fichte spürt den Klimawandel, es wird ihr zu heiß und zu trocken. Welche Baumarten wachsen unter den vorhergesagten Bedingungen und halten unseren Wald gesund und stabil? Das wird hier untersucht.

Die Klimaveränderung bringt die Hauptbaumart Fichte an manchen Standorten im Wechselgebiet sichtbar an ihre Grenzen. Deshalb, aber auch zur Erhöhung der ökologischen Vielfalt der Wälder, wird der Ruf nach alternativen Baumarten immer lauter.

Im Projekt "Nachhaltige Waldverjüngung in Hochlagen" wurden 29 verschiedene Baumarten angepflanzt. Die Erkenntnisse aus dieser Arbeit bilden die Grundlage für Empfehlungen von Hochlagenaufforstungen für das ost- und mittelsteirische Bergland und vergleichbare Bergregionen der Ost- und Zentralalpen.

Der Versuch zeigt, wie Baumartenwahl, Baumartenvielfalt und die Wahl des geeigneten Vermehrungsgutes die wichtigsten Waldfunktionen beeinflussen und damit die Anpassung an den Klimawandel unterstützen können.

Thema: Baumartenwahl
Anlagejahr: 2017
Größe: 2 ha
Baumarten: Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
Bergulme (Ulmus glabra)
Birke (Betula sp.)
Birne (Pyrus sp.)
Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
Drehkiefer (Pinus contorta)
Engelmann-Fichte (Picea engelmannii)
Fichte (Picea abies)
Grauerle (Alnus incana)
Küstentanne (Abies grandis)
Lärche (Larix decidua)
Mehlbeere (Sorbus aria)
Rotbuche (Fagus sylvatica)
Schwarzkiefer (Pinus nigra)
Stieleiche (Quercus robur)
Tanne (Abies alba)
Vogelbeere (Sorbus aucuparia)
Vogelkirsche (Prunus avium)
Waldkiefer (Pinus sylvestris)
Weide (Salix sp.)
Winterlinde (Tilia cordata)
Zirbe (Pinus cembra)
Zitterpappel (Populus tremula)
Grundgestein: Silikat
Seehöhe:
Exposition: Nordost
Geländeform: Mittelhang
Höhenstufe: hochmontan
Wuchsgebiet: 5.3 Ost- und Mittelsteirisches Bergland
Höhenstufe : hochmontan
Wuchsgebiet: 5.3 Ost- und Mittelsteirisches Bergland

EXKURSION: Derzeit leider keine!

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Kernbotschaft:

Vielfalt als Erfolgsrezept

Wuchsleistung Küstentanne

Die Küstentanne gilt als schnell wachsende Baumart mit hervorragender Wuchsleistung. Eignet sie sich also als Alternative zur Fichte, welche vielerorts unter Druck gerät?

Im Waldviertel rund um Ottenstein haben Fichten sehr hohe Zuwächse, geraten hier aber immer mehr unter Druck. Die Trockenheit in Kombination mit dem Borkenkäfer führt zu großflächigen Ausfällen. Vor rund 30 Jahren wurde daher dieses Waldstück mit der Küstentanne (Abies grandis) bepflanzt und seit 2009 als Versuchsfläche vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) betreut, da die Erfahrungswerte mit dieser Baumart aus Nordamerika noch gering sind.
Wie erwartet wächst sie auch hier sehr rasch. Erfahrungen aus anderen Beständen haben aber gezeigt, dass sie im Alter von rund 40 Jahren sehr oft vom Hallimasch, einem aggressiven, Weißfäule verursachenden Pilz, befallen wird. Reicht die Zeit also um bis dahin kräftiges und wertvolles Holz zu produzieren?

Thema: Baumartenwahl
Anlagejahr: 2009
Größe: 0.25 ha
Baumarten: Küstentanne (Abies grandis)
Baumzahl: 508/ha und 467/ha
Größenaufteilung: 2 Parzellen, je 30 x 40m
Grundgestein: Rastenberger Granit
Seehöhe:
Exposition: SW
Geländeform: hügelig
Neigung: Leicht geneigt
Höhenstufe: Submontan
Wuchsgebiet: 9.2 Waldviertel
Temperatur in °C:
(Jahresmittelwert)
7.8
Niederschlag in mm:
(Jahresmittelwert)
696
Höhenstufe : Submontan
Wuchsgebiet: 9.2 Waldviertel

EXKURSION: Derzeit leider keine!

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Kernbotschaft:

Großes Potential - Großes Ausfallsrisiko

Standraum Fichte Waldviertel

Coming soon

Thema: Waldpflege
Baumarten: Fichte (Picea abies)

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Plantagenzentrum Feldkirchen

Coming soon :)

Thema: Baumsamen
Baumarten: Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
Esche (Fraxinus sp.)
Fichte (Picea abies)
Hainbuche (Carpinus betulus)
Lärche (Larix decidua)
Schwarzerle (Alnus glutinosa)
Stieleiche (Quercus robur)
Vogelkirsche (Prunus avium)
Grundgestein: Karbonat
Seehöhe:
Geländeform: Ebene
Höhenstufe: Kollin
Wuchsgebiet: 7.2 Nördliches Alpenvorland - Ostteil
Höhenstufe : Kollin
Wuchsgebiet: 7.2 Nördliches Alpenvorland - Ostteil

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Wuchsleistung Tanne Hofkirchen

Coming soon

Thema: Baumartenwahl
Baumarten: Tanne (Abies alba)
Grundgestein: Silikat
Seehöhe:
Geländeform: Ebene
Höhenstufe: Submontan
Wuchsgebiet: 7.2 Nördliches Alpenvorland - Ostteil
Höhenstufe : Submontan
Wuchsgebiet: 7.2 Nördliches Alpenvorland - Ostteil

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Eichenherkunft Wels

2007 fiel der Fichtenvorbestand dem Orkan Kyrill zum Opfer. Zur Wiederaufforstung wurden Eichen verwendet. Die Stiel- und die Traubeneiche sind unsere zwei bedeutendsten heimischen Eichenarten.

Das Welser Umland ist traditionelles Eichenland. Die Fichte kommt hier kaum natürlich vor, dennoch wurde sie in der Vergangenheit aus wirtschaftlichen Überlegungen sehr verbreitet angebaut. 2007 fegte der Orkan Kyrill über das Land, der labile Fichtenvorbestand wurde flächig geworfen.

Zur Wiederaufforstung wurden Eichen verwendet. Die Stiel- und die Traubeneiche sind unsere zwei bedeutendsten heimischen Eichenarten. Im Vergleich zu Fichte wachsen Eichen zwar geringfügig langsamer, durch ihr tiefreichendes Wurzelsystem sind sie jedoch viel besser im Boden verankert und dadurch stabiler gegen Sturmereignisse und deren Folgeerscheinungen.

Was wurde hier gemacht?
Nach dem Windwurf wurde die Fläche mit Eichen verschiedener Herkünfte bepflanzt. Die Eiche war vor der großflächigen Aufforstung ertragsreicher Fichtenwälder eine weit verbreitete Baumart im Alpenvorland. Mit der Pflanzung der Fichten und dem Zurückdrängen der natürlich vorkommenden Wälder ist auch viel Wissen über die tauglichsten Eichenherkünfte für den Anbau in dieser Region verloren gegangen. Durch die Aufforstung der Fläche mit 20 Herkünften aus den unterschiedlichen Eichengebieten Mittel- und Südosteuropas wurde ein Schritt in Richtung naturnahe Waldbewirtschaftung gesetzt.

Ziel der Maßnahmen
Da in dieser Region das ursprüngliche Genmaterial der Eiche weitgehend verloren gegangen ist, will das BFW mit diesem Versuch herausfinden, welche Herkunft an diesem Ort am besten wächst. So lassen sich stabile und gesunde Wälder mit einer hohen Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel etablieren, die außerdem den nachhaltigen Rohstoff Holz in einer hohen Qualität erzeugen können.

Was sieht man auf der Fläche?
Das Austriebsverhalten ist zu einem hohen Maß genetisch fixiert. Über Generationen wurde der Zeitpunkt des Blattaustriebes an die Nachkommen weitergegeben. Im Frühjahr lässt sich dieses Phänomen auf der Versuchsfläche sehr gut beobachten.

Thema: Herkunftswahl
Anlagejahr: 2007
Größe: 1.32 ha
Baumarten: Eiche (Quercus sp.)
Stieleiche (Quercus robur)
Traubeneiche (Quercus petraea)
Baumzahl: Bei Auspflanzung kamen 6.600 Eichen auf die Fläche. Im Endbestand mit Alter 80 – 100 Jahren werden ca. 80 Eichen übrig sein.
Grundgestein: Silikat
Seehöhe:
Exposition: NO
Geländeform: Mittelhang
Neigung: leicht geneigt
Höhenstufe: Submontan
Wuchsgebiet: 7.2
Temperatur in °C:
(Jahresmittelwert)
8.8
Niederschlag in mm:
(Jahresmittelwert)
749
Höhenstufe : Submontan
Wuchsgebiet: 7.2

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Kernbotschaft:

Eichen auf dem Vormarsch

Forstgarten St. Martin

In St. Martin im Innkreis befindet sich dein Produktionsbetrieb der Firma LIECO. Hier werden rund fünf Millionen Forst-Containerpflanzen im Jahr produziert.

LIECO bietet für seine Kunden ein einzigartiges System zur Aufforstung mittels Forst-Containerpflanzen.
Je nach Baumart sind die Pflanzen zwischen einem und vier Jahren verkaufsfertig. Über 30 verschiedene forstliche Baumarten werden an den Standorten von LIECO produziert.
Hier, am Standort in St. Martin, kann man die kleinen Bäume beim wachsen beobachten…

Thema: Baumschule
Anlagejahr: 2009
Größe: 12 ha
Baumarten: Andere Baumarten
Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
Birke (Betula sp.)
Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
Eibe (Taxus baccata)
Fichte (Picea abies)
Grauerle (Alnus incana)
Grünerle (Alnus viridis)
Hainbuche (Carpinus betulus)
Küstentanne (Abies grandis)
Lärche (Larix decidua)
Latsche (Pinus mugo)
Pappel (Populus sp.)
Rotbuche (Fagus sylvatica)
Roteiche (Quercus rubra)
Schwarzerle (Alnus glutinosa)
Schwarznuss (Juglans nigra)
Spitzahorn (Acer platanoides)
Stieleiche (Quercus robur)
Traubeneiche (Quercus petraea)
Vogelkirsche (Prunus avium)
Waldkiefer (Pinus sylvestris)
Weide (Salix sp.)
Weißtanne (Abies alba)
Zirbe (Pinus cembra)
Baumzahl: 30 verschiedene Baumarten
Seehöhe:
Wuchsgebiet: 7.1: Nördliches Alpenvorland - Westteil
Temperatur in °C:
(Jahresmittelwert)
7.9
Niederschlag in mm:
(Jahresmittelwert)
840
Wuchsgebiet: 7.1: Nördliches Alpenvorland - Westteil

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Kernbotschaft:

Aufforsten mit Erfolg

Landeswald bei Schlins

Auf durch das Eschentriebsterben entstandenen Kahlflächen wurde ein Mischwald aufgeforstet. Das Ziel ist ein stabiler Bestand im Hinblick auf den Klimawandel, der alle Waldfunktionen erfüllen kann.

Die 2,9 ha große Landeswaldfläche wird stark von Erholungssuchenden frequentiert. In Teilflächen wurden die durch das Eschentriebsterben geschädigten Eschen entnommen, wodurch kleinere Kahlflächen endstanden sind. Diese wurden mit Tanne, Lärche, Bergahorn Vogelkirsche und Traubeneiche aufgeforstet. Das Ziel ist ein stabiler Mischwald im Hinblick auf den Klimawandel, der alle Waldfunktionen erfüllen kann.

Hintergrund
Vorarlberg hat fast 100.000 ha Wald, von denen ca. die Hälfte Schutzwälder sind. Neben den wichtigen Objektschutzwäldern, sind aber auch die indirekten Schutzwälder von großer Bedeutung. Ein intakter Waldboden hält bei Starkniederschlägen viel Wasser zurück und kann so Hochwasserspitzen vermindern. Daneben erfüllen Wälder wichtige Wohlfahrtswirkungen, dienen der Erholung der Bevölkerung und liefern den nachwachsenden Rohstoff Holz, der nicht nur eine unschlagbare Ökobilanz aufweist, sondern gerade in einem Holzbauland wie Vorarlberg Basis wichtiger Wertschöpfungsketten im Ländlichen Raum ist.

Das Land Vorarlberg bewirtschaftet ca. 56 ha eigene Landeswälder, unter anderem hier am Jagdberg. Vorarlberg hat die naturnächsten Wälder Österreichs, was auf die seit Generationen betriebene nachhaltige und kleinflächige Waldbewirtschaftung zurückzuführen ist. Die Landeswälder sollen Vorbild sein, für multifunktionale Mischwälder, die auch nachfolgenden Generationen einen chancenreichen Lebensraum sichern. Vor dem Hintergrund des Klimawandels stehen wir vor neuen Herausforderungen.

Hier, am Jagdberg, wurde die in Teilflächen dominierende Baumart Esche (Fraxinus excelsior) Opfer des Eschentriebsterbens. Es handelt sich hierbei um einen sehr aggressiven Pilz, der in ganz Europa zum Ausfall ganzer Bestände führt. Daher setzen Forstleute heute sehr auf klimastabile Wälder, was bei der Bestandesbegründung hier am Jagdberg im Mittelpunkt stand.

Da der Landeswald stark von Erholungssuchenden frequentiert wird mussten die Eschen auch aus Verkehrssicherungsgründen entnommen werden. Anschließend wurden die entstandenen Kahlflächen mit verschiedenen Mischbaumarten aufgeforstet. Es wurden Weißtannen (Abies alba), Lärchen (Larix decidua), Bergahorn (Acer pseudoplatanus) Traubeneichen (Quercus petraea) und als Bienenweise, sowie aus Gründen der Waldästhetik in Nähe der Wege Vogelkirschen (Prunus avium) gepflanzt.

Neben den Eigenschaften der einzelnen Baumarten muss bei Bestandesbegründungen auch auf deren Herkunft geachtet werden, da es innerhalb einer Art ein weites Spektrum an verschiedenen Genotypen gibt. Die Genetik ist entscheidend, wie ein Individuum mit den Umweltfaktoren am Standort, der für einen Baum sehr lange unveränderlich ist, zu Recht kommen kann. Daher schreibt das Forstvermehrungsgutgesetz auch detailliert vor, dass nur Saatgut aus zugelassenen Erntebeständen für die Forstpflanzenanzucht verwendet werden darf.

Im Hinblick auf den Klimawandel ist es von entscheidender Bedeutung, die für einen Standort geeigneten Baumarten und die richtige Herkunft (Genetik) zu wählen. In der Folge muss man den Wald gestalten und durch regelmäßige Pflegeeingriffe gewünschte Arten fördern, den Zuwachs auf stabile und vitale Bestandesglieder lenken und Struktur schaffen.

Thema: Baumartenwahl
Größe: 2.9 ha
Baumarten: Apfel (Malus sp.)
Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
Bergkiefer (Pinus mugo)
Bergulme (Ulmus glabra)
Birke (Betula sp.)
Buche (Fagus sylvatica)
Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
Eiche (Quercus sp.)
Feldahorn (Acer campestre)
Fichte (Picea abies)
Gemeine Esche (Fraxinus excelsior)
Grauerle (Alnus incana)
Grünerle (Alnus viridis)
Hainbuche (Carpinus betulus)
Pappel (Populus sp.)
Robinie (Robinia pseudoacacia)
Schwarzerle (Alnus glutinosa)
Spitzahorn (Acer platanoides)
Stieleiche (Quercus robur)
Tanne (Abies alba)
Traubenkirsche (Prunus padus)
Vogelkirsche (Prunus avium)
Waldkiefer (Pinus sylvestris)
Walnuss (Juglans regia)
Weide (Salix sp.)
Winterlinde (Tilia cordata)
Zirbe (Pinus cembra)

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Kernbotschaft:

Ein stabiler Mischwald kann alle Waldfunktionen erfüllen

Landesforstgarten Rankweil

In Vorarlberg werden jährlich etwa 350.000 Stück Forstpflanzen verpflanzt. Rund 80 Prozent der benötigten Menge stammen aus dem Landesforstgarten.

Auf rund 13 ha Ackerfläche werden robuste Forstpflanzen produziert. Um die Pflanzen für das Wild nicht zu attraktiv werden zu lassen, wird nur wenig gedüngt. Einzige Maßnahme ist im Vorjahr eine Gründüngung auf den Verschulflächen, um die Grundversorgung zu gewährleisten. Im Durchschnitt stehen Nadelhölzer zwei Jahre auf der Fläche, Laubhölzer erreichen nach einem Jahr die gewünschte Auspflanzungsgröße.

Forstpflanzen werden in der Regel als verschulte Pflanzen ausgebracht. Verschulen bedeutet, sie werden als ein- oder zweijähriger Sämlinge aus dem Saatbeet ins Freiland verpflanzt. Durch die Umpflanzung erhält jede Pflanze mehr Wuchsraum und kann sich dadurch besser entwickeln. Besonders wichtig sind Stabilität durch viel Wurzelmasse und ein im Verhältnis zur Höhe starkes Stämmchen.

In Vorarlberg werden jährlich etwa 350.000 Stück Forstpflanzen verpflanzt. Rund 80 Prozent der benötigten Menge stammen aus dem Landesforstgarten. Bis vor kurzem lag der Nadelholzanteil bei rund 70 Prozent der Gesamtmenge. Seit einigen Jahren ist ein Umdenken hin zu Mischbeständen mit vermehrtem Laubholz- und Tannenanteil festzustellen. Durch die Veränderung der klimatischen Bedingungen mit höheren Jahresdurchschnittstemperaturen und verstärktem Auftreten von Schadereignissen (Stürme, Starkregen, große Schneemengen in kurzer Zeit) sowie Borkenkäferbefall nach Kalamitäten ist die Wiederbewaldung mit angepassten Forstpflanzen von grundlegender Bedeutung.

Die Verwendung wurzelnackter Forstpflanzen ist nur in der austrieblosen Zeit möglich. In der Natur sind das Frühjahr und Herbst. Am relativ tief gelegenen Anzuchtort im Landesforstgarten in Rankweil beginnen die Forstpflanzen bereits Mitte April mit dem Austrieb.

Um auch Flächen, die erst spät schneefrei werden noch aufforsten zu können, wird der Großteil der Forstpflanzen im Kühlhaus eingelagert. Bei knapp null Grad Celsius und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit ist es möglich, den Austrieb der Forstpflanzen bis Mitte Juni zu unterbinden. Dadurch können auch Aufforstungen in höheren Gebieten noch bis in den Frühsommer hinein erfolgen.

Neben Forstpflanzen werden im Landesforstgarten eine breite Palette verschiedener Landschaftsgehölze und Christbäume angebaut. Laub- und Nadelbäume mit Höhen bis zu 5 m werden nach mehrmaligem Umpflanzen vorrangig an private Kunden abgegeben.

Die Nachfrage nach heimischen Sträuchern und Bäumen nimmt seit einigen Jahren wieder zu. Weihnachtsbäume werden von Fichte, Weißtanne, Nordmanntanne, Blaufichte, Kiefer und serbischer Fichte produziert. Die Produktionsdauer beträgt rund 8 bis 10 Jahre. Während des Verkaufs ab Hof ab Mitte Dezember werden bis zu 700 Stück an Privatkunden abgegeben. Der Landesforstgarten ist als regionaler Erzezuger Mitglied der "Ländle" Christbaumproduzenten.

Thema: Baumschule
Anlagejahr: 1972
Größe: 17 ha
Baumarten: Fichte (Picea abies)
Weißtanne (Abies alba)
Baumzahl: 12 Nadelholzarten, 20 Laubbaumarten, 28 Straucharten
Grundgestein: leicht basisch
Seehöhe:
Geländeform: eben
Höhenstufe: tiefmontan
Wuchsgebiet: 4.1
Niederschlag in mm:
(Jahresmittelwert)
1250
Höhenstufe : tiefmontan
Wuchsgebiet: 4.1

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Kernbotschaft:

Qualität vor Quantität

Klenge Rankweil

Eine Klenge ist eine Einrichtung zur Gewinnung von Saatgut aus Zapfen und anderen Früchten mit Hilfe von Wärme, die ein Austrocknen und dadurch ein Öffnen der Zapfenschuppen bewirkt.

Unter einer Klenge versteht man eine Einrichtung zur Gewinnung von Saatgut aus Zapfen und anderen Früchten. Der Name leitet sich vom "Klingen" der Kiefernzapfen ab, sobald diese ihre Schuppen öffnen. Der Klengvorgang geschieht mit Hilfe von Wärme, die ein Austrocknen und dadurch ein Öffnen der Zapfenschuppen bewirkt.

Wegen der räumlichen Entfernung zu anderen österreichischen Klenganstalten wurde im Zuge der Gebäudeerweiterung des Landesforstgartens die Einrichtung einer eigenen Klenge in den ehemaligen Siloräumen verwirklicht. Die Kapazität der Anlage liegt bei max. 25.000 kg Zapfen. Es können auch Kleinstmengen an Zapfen getrennt aufgearbeitet werden; eine Raumfüllung beträgt ca. 350 kg. Die durchschnittliche Erntemenge je Anerkennungseinheit liegt bei rund 600 kg.

"Geklengt" werden die Holzarten Fichte und Kiefer. Weißtannenzapfen werden luftgetrocknet, händisch zerkleinert und anschließend das Saatgut ausgesiebt, gereinigt und entflügelt.

Die Anlieferung der Zapfen erfolgt im Herbst. Die noch feuchten Fichtenzapfen werden unter Dach auf Holzböden zwischengelagert; geklengt wird in den Wintermonaten Jänner und Februar. Die Trocknungsphase beträgt bei anfangs 35°C bis max. 42°C rund 24 Stunden. Bei höheren Temperaturen kann eine Schädigung des Saatgutes eintreten. Die Beheizung erfolgt über die zentrale Hackgut-Heizung. Eine Befeuerung mit den trockenen und leeren Zapfen ist wegen dem hohen Harzanteil nicht sinnvoll.

Nach dem Trocknen kommen die Zapfen in eine Siebtrommel. Das damit gewonnene Saatgut wird anschließend mit einer Bürstenmaschine entflügelt; danach wird mit einer "Getreidebleie" mittels Luftstrom gereinigt.

Die Ausbeute liegt bei 2 bis 4 Prozent des Zapfengewichtes bei Fichte, bei Tanne beträgt diese etwa 8 bis 10 Prozent.

Ein Kilogramm Fichtensamen enthält rund 130.000 bis 150.000 Stück Samenkörner. Jedes einzelne Samenkorn hat alle Erbinformationen genetisch gespeichert. Jedes Samenkorn ist in der Lage wieder zu einem Baum heranzuwachsen. Die Erbinformationen sind in der späteren Verwendung der daraus gezüchteten Forstpflanzen von großer Bedeutung.

Nach der Aufarbeitung wird das Saatgut getrennt und nach unterschiedlichen Herkünften beschriftet in Folienbeutel eingeschweißt. Es wird bis zum Gebrauch in einer Tiefkühltruhe gelagert und kann bis zu 25 Jahren ohne Keimkraftverlust aufgehoben werden. Die Fruktifikation bei Fichte und Tanne erfolgt gewöhnlich nur alle 4 bis 6 Jahre, längere Perioden können mit den Lagerreserven überbrückt werden.

Saatgut das in der Forstwirtschaft verwendet wird, darf nur in zertifizierten Beständen geerntet werden. Die Anerkennung dieser Bestände wird durch Fachpersonal des Bundesamtes für Wald nach Begutachtung ausgestellt.

Das Bundesland Vorarlberg hat Anteil an zwei Herkunftsgebieten Österreichs. Das Herkunftgebiet 4.1 (Nördliche Randalpen – Westteil) erstreckt sich südlich von Klostertal und Brandnertal bis an die deutsche Grenze. Südlich davon liegt das Herkunftsgebiet 2.1 (Nördliche Zwischenalpen – Westteil).
Im gesamten Land sind ca. 2 Prozent der Waldfläche zertifiziert, anerkannte Holzarten sind Fichte, Weißtanne, Zirbe, Kiefer, Bergahorn, Rotbuche, Stieleiche, Birke.

Technische Details zur Klenge:
Klenganstalt 2 Trockenkammern
Gerätschaften Siebtrommel, Bürstenmaschine, Getreidebleie
Arbeitsablauf Vortrocknung auf Holzböden, Trockenräume bei 40 ° C, Aussieben, Reinigung
Vorratslager Abpacken und Einfrieren
Lagerung Tiefkühlung bei -18 ° C
Lagerdauer bis 25 Jahre bei guter Samenqualität
Lagermenge unterschiedlich nach Erntejahren bis 150 kg

Thema: Baumsamen
Baumarten: Fichte (Picea abies)
Kiefer (Pinus sp.)
Tanne (Abies alba)
Weißtanne (Abies alba)

EXKURSION: Leider derzeit keine Exkursionen auf dieser Demofläche

Tannensamenplantage Furx

Coming soon

Thema: Baumsamen
Baumarten: Tanne (Abies alba)

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Plenterwald Langenegg

Thema: Baumartenwahl
Baumarten: Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
Bergkiefer (Pinus mugo)
Buche (Fagus sylvatica)
Fichte (Picea abies)
Gemeine Esche (Fraxinus excelsior)
Kiefer (Pinus sp.)
Waldkiefer (Pinus sylvestris)
Weißtanne (Abies alba)

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Eichenversuch Rechnitz

Nach Nutzung des Vorbestandes wurden wieder Fichte und Kiefer gepflanzt. Trotzdem entwickelte sich die Eiche hier ganz natürlich und in weiterer Folge verschwand die Fichte komplett und Großteils auch

So wie der Waldbestand derzeit aussieht, so war er eigentlich gar nicht geplant. Denn nach der Nutzung des Waldes an dieser Stelle, wurden wieder Fichten und Kiefern gepflanzt. Zwischen den gepflanzten Bäumchen kamen aber von alleine und ganz natürlich Eichen hoch. Durch die schon stehenden Kiefern sind die Stämme der Eichen dann schön gewachsen und heute steht hier ein toller Eichenbestand mit einer hervorragenden Qualität. Die ursprünglich gesetzten Fichten (und auch ein Großteil der Kiefern) hingegen sind mittlerweile ausgefallen.
2009 hat das Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) dann auf der Fläche einen Versuch mit unterschiedlichen Abständen der Z-Bäume angelegt, um deren Einfluss auf Kronenentwicklung, Wachstum und Wertproduktion zu untersuchen.

Thema: Waldpflege
Anlagejahr: 2009
Größe: 1 ha
Baumarten: Eiche (Quercus sp.)
Größenaufteilung: 6 x 1721m² 3 Behandlungsvarianten Variante 0: keine Behandlung, hier 80-150 Vergleichsbäume festgelegt, die aber nicht gefördert werden Variante 1: Auswahl und Förderung von 150 Z-Bäumen/ha Variante 2: Auswahl und Förderung von 70-80 Z-Bäumen/ha
Grundgestein: Schiefer
Seehöhe:
Exposition: Ost
Geländeform: Mittelhang
Neigung: 5%
Höhenstufe: Submontan
Wuchsgebiet: 5.3 Ost- und mittelsteirisches Bergland
Temperatur in °C:
(Jahresmittelwert)
10.9
Niederschlag in mm:
(Jahresmittelwert)
740
Höhenstufe : Submontan
Wuchsgebiet: 5.3 Ost- und mittelsteirisches Bergland

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Detailinfo

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Kernbotschaft:

Eichen auf dem Vormarsch

Rundwanderweg Thal bei Graz

Coming soon

Thema: Baumartenwahl
Baumarten: Douglasie (Pseudotsuga menziesii)

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Kernbotschaft:

Wald erleben = Wald verstehen

Kirschherkunft Kumberg

Auf der Versuchsfläche wurden neun verschiedene Kirschherkünfte in drei Wiederholungen im Verband 2 x 8 Meter gepflanzt. Der Nebenbestand wurde auf 2 x 2 Meter mit Eiche, Buche und Linde ergänzt.

Die Baumart Vogelkirsche bekommt mit der Klimaänderung große forstliche Bedeutung. Das wertvolle Holz ist beliebt und wird gerne auf wärmebegünstigten Standorten aufgeforstet. Die Wuchsformen der Vogelkirschen der letzten Jahrzehnte sind leider sehr mangelhaft. Die Geradschaftigkeit und die Astentwicklung zählen dabei zu den wichtigsten Wertfaktoren. Um diese Parameter unter verschiedenen Herkünften zu testen und zu vergleichen, wurde dieser Versuch mit dem vergleichbaren Design auf fünf Standorten in Österreich angelegt. Im Fünfjahresrhythmus wird der Versuch aufgenommen und diese Parameter erhoben.

Ein Jahr nach dem Windwurf Paula wurde im Jahr 2009 vom BFW-Institut für Genetik dieser Kirschenherkunftsversuch angelegt. Auf der Versuchsfläche wurden neun verschiedene Kirschherkünfte in drei Wiederholungen im Verband 2 x 8 Meter gepflanzt. Der Nebenbestand wurde im Verband 2 x 2 Meter mit Stieleiche, Rotbuche und Winterlinde bepflanzt. Die Versuchsfläche wurde eingezäunt.

Die mit eingebrachten Begleitbaumarten kompensieren die z.T. gravierenden Ausfälle bei der Vogelkirsche und lassen so für die Zukunft ein hochinteressantes waldbauliches Betätigungsfeld erwarten. Teilweise zeigen die Eichenpflanzen deutlich höhere Wuchshöhen als die Kirschen. Kleinräumig haben Staunässe und vernässte Standortsbereiche das Kirschwachstum behindert.

Thema: Herkunftswahl
Anlagejahr: 2009
Größe: 1.16 ha
Baumarten: Vogelkirsche (Prunus avium)
Baumzahl: 729 Vogelkirschen, 1526 Rotbuchen, 360 Stieleichen, 288 Winterlinden
Größenaufteilung: 9 Herkünfte mit jeweils drei Wiederholungen zu 27 Stück
Grundgestein: Silikat
Seehöhe:
Exposition: SW
Geländeform: Unterhang
Neigung: Eben bis leicht geneigt
Höhenstufe: planar - kollin
Wuchsgebiet: 5.3
Höhenstufe : planar - kollin
Wuchsgebiet: 5.3

EXKURSION: Leider derzeit keine Exkursionen auf dieser Demofläche

Kernbotschaft:

Der Standort gibt den Ton an

Stecklingsvermehrung bei Fichte und Lärche

Bei der vegetativen Vermehrung werden mit Stecklingen genetisch idente Nachkommen, also Klone, erzeugt. Dieses Verfahren erlaubt die rasche Nachzucht erwünschter Merkmale.

Die Stecklingsvermehrung ist bei Weide, Pappel und vielen Zierpflanzen schon lange bekannt und relativ einfach durchführbar. Bei unseren Hauptbaumarten ( zB. Fichte und Lärche ) ist dieses Verfahren schwierig und gelingt nur mit technischer Unterstützung im Folien- oder Glashaus. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Stecksubstrat, Lichtverhältnisse, günstige Wetterbedingungen und geeignete Mutterpflanzen sind die Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewurzelung.

Die Gewinnung der Stecklinge erfolgt von ausgesuchten Mutterbäumen, die nach mehrfacher Selektion (=Auslese der Besten) in Hecken zusammengefasst wurden. Gesteckt im Schottersubstrat, bilden sich nach ca. 6 bis 8 Wochen die ersten Wurzeln und nach drei Monaten sind diese so weit ausgebildet, dass die neuen Pflanzen im Freiland verschult werden und dort weiterwachsen bis sie nach zwei bis drei Jahren die versetzfähige Größe erreicht haben.

Der betriebseigene Forstgarten versorgt die eigenen Wälder und umliegende Waldbauern und Forstbetriebe mit Forstpflanzen zur Wiederaufforstung. Für eine nachhaltige, genetisch hochwertige Waldverjüngung und für zukünftige, stabile Waldbestände muss das Pflanzgut den Wuchsbedingungen des jeweiligen Herkunftsgebietes angepasst sein.

Forstpflanzen werden im Forstbetrieb Franz Mayr-Melnhof-Saurau auf zwei Arten vermehrt:

1. Die generative Vermehrung: Ausgangsmaterial ist Saatgut, das aus ausgewählten Samenbeständen oder aus Samenplantagen stammt. Das Forstliche Vermehrungsgutgesetz schreibt vor, daß diese Saatgutquellen vom Bundesamt für Wald (BFW) untersucht, anerkannt und zugelassen sind.

2. Die vegetative Vermehrung: Ausgangsmaterial sind Stecklinge, das sind Pflanzenteile eines Mutterbaumes. Da es bei der vegetativen Vermehrung keine geschlechtliche Fortpflanzung gibt, sind Stecklinge genetisch idente Nachkommen ihrer Mutterpflanze.

Der Grund für den Beginn der Produktion von vegetativ vermehrten Forstpflanzen im Forstbetrieb Mayr-Melnhof-Saurau war die Saatgutknappheit beim "Brotbaum" Fichte in den 1980er Jahren. Derzeit schwinden die Saatgutvorräte österreichweit bei der Lärche recht dramatisch.

Weitere Ziele sind die Vermehrung von Mutterpflanzen die eine überdurchschnittliche Wuchsleistung aufweisen oder eine erhöhte Resistenz gegenüber Trockenheit ( klimafitter Wald ) zeigen.

Thema: Baumschule
Baumarten: Fichte (Picea abies)
Lärche (Larix decidua)
Seehöhe:
Temperatur in °C:
(Jahresmittelwert)
9.4
Niederschlag in mm:
(Jahresmittelwert)
800

EXKURSION: Derzeit leider keine!

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Kernbotschaft:

Alternative für die Pflanzenzucht

Douglasienaltbestand Hofwald

Die Douglasie zählt zu den großen Hoffnungen als Alternative für Standorte, wo die Fichte aufgrund der Klimaveränderungen Probleme bekommen wird. Nahe Graz wurde diese Baumart schon 1935 gepflanzt.

Im Forstbetrieb Franz Mayr-Melnhof-Saurau wurden in den letzten Jahrzehnten immer wieder Versuchsanpflanzungen mit Douglasie durchgeführt. Die älteste und zugleich beeindruckendste Fläche befindet sich im Hofwald des Revieres Gams. Die Bäume wurden 1935 aufgeforstet. Die beiden stärksten Stämme haben 84-jährig einen Brusthöhendurchmesser (gemessen 1,30 m über Stammfuß) von 96 Zentimetern und eine Baumhöhe von 52 Metern. Das Volumen des stärksten Stammes beträgt ca. 16 Festmeter Holz, das sind ca. 1 ½ Fuhren eines Holz-LKW.

Auf Grund der hervorragenden Wuchseigenschaften wurde dieser Bestand vom Bundesamt für Wald (BFW) behördlich anerkannt und als Saatgutquelle freigegeben. In Samenjahren können zukünftig Zapfen geerntet, Samen gewonnen und daraus Pflanzen nachgezogen werden.

Die Douglasie ist im westlichen Nordamerika zuhause. Ihr Vorkommen erstreckt sich von der sehr feuchten, niederschlagsreichen Pazifikküste bis in gebirgige, trockene Lagen der Rocky Mountains. Pollenfunde belegen, dass sie auch in Europa heimisch war, während der Eiszeiten aber ausgestorben ist.

Sie weist eine große Anpassungsfähigkeit an verschiedene Böden- und Klimaverhältnisse auf und kannn auch bei uns bei geeigneter Herkunftswahl hervorragende Leistungen und Wuchsergebnisse zeigen. Vor allem auf Standorten an denen die Fichte auf Grund des Klimawandels mit Trockenstress und Ausfällen kämpft, kann die tiefwurzelnde Douglasie zur Stabilität von Waldbeständen beitragen. Das Holz ist wertvoll und widerstandsfähig und kann vielseitig verarbeitet werden. Im Aussehen ähnelt es dem der Lärche.

Thema: Baumartenwahl
Anlagejahr: 1935
Größe: 0.84 ha
Baumarten: Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
Baumzahl: 46
Grundgestein: Kalk
Seehöhe:
Exposition: NW
Geländeform: Unterhang
Neigung: 21 °
Höhenstufe: submontan
Wuchsgebiet: 5.3
Temperatur in °C:
(Jahresmittelwert)
9.4
Niederschlag in mm:
(Jahresmittelwert)
800
Höhenstufe : submontan
Wuchsgebiet: 5.3

EXKURSION: Leider derzeit keine Exkursionen auf dieser Demofläche

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Kernbotschaft:

Leistungsfähige Baumriesen

Fichtensamenplantage Hausebner

Hier werden wertvolle Fichtensamen produziert. Um die Bäume einfach zu beernten, werden sie jedes Jahr kräftig zurückgeschnitten. Das verleiht ihnen ihr charakteristisches Aussehen.

Die Fichtensamenplantage Hausebner ist eine Plusbaum-Samenplantage. Auf vielen tausend Hektar einer bestimmten Höhenstufe wurden 50 hervorragende Bäume (Mutterbäume) ausgewählt. Von diesen besten Bäumen wurden Zweige entnommen und auf Unterlagen aufgepropft. Das bedeutet, dass diese Zweige so behandelt wurden, dass sie Wurzeln ausgebildet haben. Diese kleinen Bäumchen waren Klone der Mutterbäume und wurden hier gepflanzt. In der Samenplantage stehen diese Elitebäume so dicht, dass sie sich zu 95 Prozent gegenseitig bestäuben. So geben sie ihre genetisch wertvollen Informationen an ihre Nachkommenschaft weiter.

Saatguternten sind in Samenplantagen leichter durchführbar als Beerntungen im Bestand, da man durch ständigen Rückschnitt die Bäume niedrig hält und dadurch leichter an die zu erntenden Zapfen kommt.

Samenplantagen sind gezielt zusammengestellte Zuchtpopulationen von Waldbäumen, die der Erzeugung von hochwertigem Saatgut dienen. Die Anlage von Plantagen soll derart erfolgen, dass eine von außerhalb der Anpflanzung kommende Fremdbestäubung vermieden oder zumindest in Grenzen gehalten wird. Hier in der Samenplantage Hausebner werden die Bäume nachweislich nur zu fünf Prozent von Fichten aus der Umgebung bestäubt.

Je nach Zielsetzung wird zwischen Erhaltungs-Samenplantagen und Plusbaum-Samenplantagen unterschieden:

* Erhaltungs-Samenplantagen dienen der Erzeugung von Saatgut, das von Bäumen stammt, die selten oder bereits vom Aussterben bedroht sind.

* Plusbaum-Samenplantagen dienen der Erzeugung von Saatgut, das von sogenannten Auslese- oder Plusbäumen stammt. Diese besonderen Bäume sind in mehreren Merkmalen überdurchschnittlich. Die Auswahl der Plusbäume erfolgt nach diesen Merkmalen. Insbesondere Massenleistung, Güte des Holzes, Form, Gesundheitszustandes und Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen fallen dabei ins Gewicht.

Thema: Baumsamen
Anlagejahr: 1996
Größe: 1.44 ha
Baumarten: Fichte (Picea abies)
Baumzahl: 50 Klone (Mutterbäume) in mehrfacher Wiederholung = 393 Pflanzen
Grundgestein: Kalk
Seehöhe:
Exposition: NO
Geländeform: leicht geneigter Hang
Neigung: 15°
Höhenstufe: mittelmontan
Wuchsgebiet: 5.3
Temperatur in °C:
(Jahresmittelwert)
6.6
Niederschlag in mm:
(Jahresmittelwert)
980
Höhenstufe : mittelmontan
Wuchsgebiet: 5.3

EXKURSION: Leider derzeit keine Exkursionen auf dieser Demofläche

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Kernbotschaft:

Die Besten der Besten

Waldheimat Kapellenriegel

Die Vorgänge, die dazu führen, dass unser Klima trockener und wärmer wird, sind komplex. Das Ökosystem Wald hat jedenfalls sehr großen Einfluss auf die Erderwärmung.

Holznutzung ist Klimaschutz

Der Anstieg der CO2-Konzentration in der Luft ist ein Hauptgrund für die Erderwärmung. Der Wald bindet CO2 im Waldboden und im Holz der Bäume langfristig in Form von Kohlenstoff. Dieser bleibt im Holz und den Produkten die daraus entstehen gespeichert.

Ungenutzte Wälder sind CO2-neutral. Während junge Bäume wachsen und CO2 binden, verrotten tote Bäume und setzen wieder Kohlenstoff frei. In bewirtschafteten Wäldern werden Bäume geerntet bevor sie sich zersetzen um daraus zum Beispiel langlebige Holzprodukte herzustellen. Dadurch wird auch wieder Platz für neue Bäume frei.

Mehr Platz pro Baum bedeutet auch mehr Licht, mehr Wasser und mehr Nährstoffe pro Baum. Die Baumstämme werden dicker und der Wurzelraum kann besser erschlossen werden. Dadurch wachsen sie gesünder und stabiler und können ihre Ökosystemfunktionen besser erfüllen.

Risikostreuung im Mischwald

Jede Baumart hat ihre Stärken und Schwächen. Früher war die Fichte aufgrund ihrer Wuchsleistung die erste Wahl. Heute setzt man auf eine Mischung aus Baumarten, deren Stärken und Schwächen sich gut ergänzen. Ist eine Baumart in Schwierigkeiten, besteht der Wald immer noch auch zahlreichen anderen Baumarten, die deren Wegfall kompensieren können.

Der Klimawandel verändert die Wuchsbedingungen und dadurch wird auch die Baumartenzusammensetzung eine andere sein. Bäume, die heute gepflanzt werden beziehungsweise in der Naturverjüngung aufkommen, sollten die nächsten 80 bis 150 Jahre gesund bleiben und stabil wachsen können.

In den meisten Fichtenwäldern werden daher zusätzlich andere Baumarten gepflanzt. Ein Mischwald erhöht in vielen Fällen mehr Biodiversität und verringert die Gefahr von Waldschäden.

Waldpflege für gesunde Wälder

Einige Baumarten wachsen schnell und stellen ihre Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe im wahrsten Sinne in den Schatten. Um die Baumartenvielfalt auch mit Naturverjüngung zu erhöhen kann man gezielt Bäume aus dem Bestand entfernen und damit ausgewählten Bäumen mehr Platz geben.

Zusätzlich kann Pflanzung in vielen Wäldern eine sinnvolle Ergänzung zur Naturverjüngung sein. So kann man die Baumartenvielfalt erhöhen indem man Bäume pflanzt, die mit den zukünftigen klimatischen Bedingungen besser zurecht kommen werden und gut zum Standort passen. Zudem werden auch heimische Baumarten gepflanzt, die genetisch besser an die zukünftigen Bedingungen angepasst sind.

Thema: Waldpflege
Baumarten: Andere Baumarten

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Forstgarten Kalwang

In Kalwang in der Obersteiermark befindet sich die LIECO-Unternehmenszentrale. Hier werden rund sieben Millionen Forst-Containerpflanzen im Jahr produziert.

LIECO bietet seinen Kunden und Partnern ein einzigartiges System zur Aufforstung, vom Saatgut bis zur Versetzung. Das Unternehmen ist Markt- und Technologieführer in Mitteleuropa bei Forst-Containerpflanzen. Jährlich werden über 3.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer im In- und Ausland beliefert.

Forst-Containerpflanzen in den verschiedenen Stadien. Je nach Baumart sind die Pflanzen zwischen einem und vier Jahren verkaufsfertig. Über 30 verschiedene forstliche Baumarten werden an den Standorten von LIECO produziert.

Thema: Baumschule
Anlagejahr: 1985
Größe: 9.5 ha
Baumarten: Andere Baumarten
Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
Birke (Betula sp.)
Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
Eibe (Taxus baccata)
Fichte (Picea abies)
Grauerle (Alnus incana)
Grünerle (Alnus viridis)
Hainbuche (Carpinus betulus)
Küstentanne (Abies grandis)
Lärche (Larix decidua)
Latsche (Pinus mugo)
Pappel (Populus sp.)
Rotbuche (Fagus sylvatica)
Roteiche (Quercus rubra)
Schwarzerle (Alnus glutinosa)
Schwarznuss (Juglans nigra)
Spitzahorn (Acer platanoides)
Stieleiche (Quercus robur)
Traubeneiche (Quercus petraea)
Vogelkirsche (Prunus avium)
Waldkiefer (Pinus sylvestris)
Weide (Salix sp.)
Weißtanne (Abies alba)
Zirbe (Pinus cembra)
Baumzahl: Ca. 7 Millionen
Seehöhe:
Temperatur in °C:
(Jahresmittelwert)
6.2
Niederschlag in mm:
(Jahresmittelwert)
1077

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Kernbotschaft:

Aufforsten mit Erfolg

Standraum Fichte Ossiach

Der Ossiacher Tauern bietet beste Voraussetzungen um die Auswirkungen von Durchforstungsmaßnahmen in einem Fichtenbestand zu untersuchen.

Das Exkursionsgebiet Revier "Ossiacher Tauern" gehört zum Betreuungsbreich des Försterdienstbezirkes Ossiach der Forstverwaltung Millstatt der ÖBf AG. Es ist außerdem ein wichtiges Naherholungsgebiet für Ballungszentren und Touristen, daher wird einer naturnahen Bewirtschaftung des Waldes besonders hohe Bedeutung zugemessen. Am Nordabhang des Ossiacher Tauern, zwischen 500 und 1000 m Seehöhe, bestehen mehrere Versuche. Dies ist Versuch Nummer 330 zum Thema Durchforstung bei der Fichte.

Bei dieser Bestandesbegründung wurde die erste Winkelpflanzung Kärntens durchgeführt. Die Einrichtung des Versuches erfolgte durch Adaptierung eines von der Forstlichen Ausbildungsstätte (FAST) Ossiach 1978 eingerichteten Durchforstungsversuches in Fichte. Durch die FAST Ossiach wurden bis dahin periodische Messungen (Durchmesser in Brustöhe, Höhen) auf zwei etwa 1.000 Quadratmeter großen und verpflockten Parzellen durchgeführt, wobei eine Parzelle durchforstet wurde und die zweite als Vergleichsparzelle (Nullfläche) unbehandelt blieb.

Eine dauerhafte Nummerierung der Probebäume erfolgte nur bei den ausgewählten Z-Bäumen auf der durchforsteten Parzelle. Laut Aufzeichnungen wurden auf der durchforsteten Parzelle bis 2006 insgesamt 420 Vfm Schaftholz mit Rinde an Vornutzungsmasse bei vier Durchforstungen entnommen.

Die Neueinrichtung des Versuches durch das Institut für Waldwachstum und Waldbau des BFW wurde im Sommer 2006 durchgeführt. Die Lage der durchforsteten Parzelle (Parzelle Nr. 1) wurde beibehalten (1.000 m2), wobei die ursprünglich ausgewählten und markierten Z-Bäume in das Versuchsdesign übernommen wurden. Die Vergleichsparzelle (Parz-Nr. 2) wurde auf 840 m2 etwas verkleinert, weil im Randbereich der ursprünglichen Parzelle eine 5m breite Rückegasse verläuft, wodurch es bei Beibehaltung der ursprünglichen Lage und Parzellengröße zu Unterschätzungen bei Berechnungen der Hektarleistungen gekommen wäre.

Der Ossiacher Tauern:
Die Natürliche Waldgesellschaft ist hier ein Fichten-Tannen-Buchenwald. In mittleren und tieferen Lagen sind die Bestände laubbaumreicher, auf Oberhängen und Kuppenlagen dominieren Nadelbäume. Im mäßig niederschlagreichen, mäßig subkontinentalen Großklima herrschen folgende Temperatur- und Niederschlag-Kenndaten vor:

Jahresmitteltemperatur 7 - 8 °C
Jahresniederschlag 1.000 - 1.100 mm
Winter 150 - 200 mm
Frühling 200 - 250 mm
Sommer 350 - 400 mm
Herbst 300 - 350 mm

Im Winter kann Nassschnee zum Problem werden.

Auf 77 Prozent der Fläche finden sich frische, nährstoffreiche Braunerdeböden, die in Oberhangbereichen oft podsolige Dynamik annehmen. In diesem Sauerklee-Schattenblümchentyp herrschen sehr günstige Voraussetzungen für die natürliche Verjüngung und eine üppige Schlagvegetation vor. Damit leistet der Bestand einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt und Äsungsverbesserung.

Baumartenverteilung im gesamten Exkursionsgebeiet Ossiacher Tauern:
65 % Fichte
30 % Buche
5 % Tanne, vereinzelt Lärche und Kiefer

Leistungsfähigkeit: in Hang- und Unterhanglagen sehr wüchsige Standortseinheiten
Fichte und Tanne dGZ 100 = 10 - 14 (16)
Buche dGZ 100 = 7 - 9

Thema: Waldpflege
Anlagejahr: 1960
Größe: 0.18 ha
Baumarten: Fichte (Picea abies)
Baumzahl: 3.420 Pflanzen / ha bei Bestandesbegründung
Größenaufteilung: 1.000 m2 durchforstete Fläche, 840 m2 Nullfläche
Grundgestein: Silikat
Seehöhe:
Exposition: NW
Geländeform: Oberhang
Neigung: 20°
Höhenstufe: Tiefmontan
Wuchsgebiet: 6.2 Klagenfurter Becken
Temperatur in °C:
(Jahresmittelwert)
7.5
Niederschlag in mm:
(Jahresmittelwert)
1.500
Höhenstufe : Tiefmontan
Wuchsgebiet: 6.2 Klagenfurter Becken

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Rundwanderweg Waldheimat

Stationen

Start des Wanderweges

1. Station

Thema: Holzernte

2. Station

Thema: Waldpflege

3. Station

Thema: Waldverjüngung

4. Station

Thema: Waldpflege

5. Station

Thema: Herkunftswahl

6. Station

Thema: Baumartenwahl

7. Station

Thema: Waldpflege

8. Station

Thema: Baumschule

9. Station

Thema: Baumartenwahl

10. Station

Thema: Baumsamen

Ziel des Wanderweges

Die Waldheimat am Alpl ist ein Anziehungspunkt für Schulen und Freizeitsportler. Sanfte Hügel laden zu Wanderungen ein, zahlreiche Einkehrmöglichkeiten locken auch gemütliche Genießer der Natur. Neuerdings kann man bei einer zweistündigen Rundtour auch einiges über den klimafitten Wald erfahren.

Der Waldverband Steiermark hat hier gemeinsam mit dem Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) und den Waldbesitzern der Region einen informativen Rundwanderweg geschaffen. Die Waldschule dient dabei als zentraler Ausgangspunkt. Der 6,7 Kilometer lange Rundwanderweg führt über 240 Höhenmeter durch den steirischen Bauernwald. Elf Stationen geben Auskunft über den Wald und seine vielfältigen und wichtigen Rollen in Zeiten der Klimaerwärmung.

Länge der Route:
Dauer der Route:
gemütlich 2 Stunden
Seehöhe:
Bergauf: 240 m
Bergab: 240 m
Einkehrmöglichkeiten: Gasthof Schlagobersbauer (www.schlagobersbauer.at)

1. Station


Name: Holznutzung ist Klimaschutz
Thema: Holzernte
Baumarten: Andere Baumarten
Fichte (Picea abies)
Weißtanne (Abies alba)

2. Station


Name: Vielfalt vs. Eintönigkeit
Thema: Waldpflege
Baumarten: Andere Baumarten
Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
Eberesche (Sorbus aucuparia)
Fichte (Picea abies)
Weißtanne (Abies alba)

3. Station


Name: Wie viel Natur steck in der Verjüngung?
Thema: Waldverjüngung
Baumarten: Ahorn (Acer sp.)
Eberesche (Sorbus aucuparia)
Esche (Fraxinus sp.)
Fichte (Picea abies)
Weißtanne (Abies alba)

4. Station


Name: Was ist Urwald?
Thema: Waldpflege
Baumarten: Fichte (Picea abies)

5. Station


Name: Des Waldbauern Bauernwald
Thema: Herkunftswahl
Baumarten: Birke (Betula sp.)
Fichte (Picea abies)

6. Station


Name: Baumartenwahl im Kontext der Zeit
Thema: Baumartenwahl
Baumarten: Birke (Betula sp.)
Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
Fichte (Picea abies)
Weißtanne (Abies alba)

7. Station


Name: Waldpflege ist aktiver Klimaschutz
Thema: Waldpflege
Baumarten: Fichte (Picea abies)
Weißtanne (Abies alba)

8. Station


Name: G'scheite Bäume aus der Baumschule
Thema: Baumschule
Baumarten: Ahorn (Acer sp.)
Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
Fichte (Picea abies)
Weißtanne (Abies alba)

9. Station


Name: Des Dichters Tannenwald
Thema: Baumartenwahl
Baumarten: Fichte (Picea abies)
Weißtanne (Abies alba)

10. Station


Name: Was ist ein Überhälter?
Thema: Baumsamen
Baumarten: Fichte (Picea abies)
Lärche (Larix decidua)

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Geodaten

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Sölktal

Stationen

Start des Wanderweges

1. Station

Thema: Waldpflege

2. Station

Thema: Waldverjüngung

3. Station

Thema: Waldpflege

Ziel des Wanderweges

Coming soon …

Coming soon …

Länge der Route:
Seehöhe:

1. Station


Name: Breitlahnhütte
Thema: Waldpflege
Baumarten: Andere Baumarten

2. Station


Name: Mauthäuschen
Thema: Waldverjüngung
Baumarten: Andere Baumarten

3. Station


Name: Grafenalm
Thema: Waldpflege
Baumarten: Fichte (Picea abies)
Lärche (Larix decidua)

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Geodaten

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  • Standort:

    Michaelerberg-Pruggern 8965

Sattental

Stationen

Start des Wanderweges

1. Station

Thema: Waldverjüngung

Ziel des Wanderweges

Im November 2002 zog ein schwerer Föhnsturm durch das Ennstal. Die größte Gefahr nach Windwürfen ist die Vermehrung von Schädlingen wie zum Beispiel dem Borkenkäfer. Darum müssen die kaputten Bäume rasch entfernt werden. Nach der Entfernung der kaputten Bäume beginnt die künstliche Wiederbewaldung. Zwischen Jungbäumen aus der Naturverjüngung werden auch Bäume gepflanzt. 2004 bis 2015 wurden hier Fichten, Lärchen, Tannen, Zirben und Douglasien angepflanzt. Die natürlich gewachsenen Birken wurden zur Stabilisierung des Bestandes stehen gelassen. Als Naturverjüngung werden die natürlich anwachsenden Nachkommen der umliegenden Bäume bezeichnet. Der Gegensatz dazu ist die forstliche Kultur durch künstliche Pflanzung. Im klimafitten Wald werden beide Verfahren miteinander kombiniert.

<b>Waldgesellschaften werden sich verändern</b>

Die prognostizierten Änderungen der Temperatur- und Niederschlagsverhältnisse werden gravierende Auswirkungen auf unsere Wälder haben. Sie sind für die Waldbewirtschaftung eine große Herausforderung, da waldbauliche Entscheidungen (wie zum Beispiel die Baumartenwahl) sehr langfristig wirken. Dass sich unser Klima im Zeitraum eines Baumwachstums von 80 bis 120 Jahren verändern wird gilt als gesichert. Die Prognosen zur Ausmaß und Geschwindigkeit der Veränderung sind hingegen noch mit Unsicherheiten behaftet. Diesem Umstand lässt sich mit einer Baumartenwahl entgegenwirken, die möglichst viele verschiedene ökologische Ansprüche berücksichtigt.

Aktuelle Klimaprognosen gehen von einem Anstieg der Temperatur und einem Gleichbleiben oder leichten Absinken der Niederschläge aus, wobei mit einer Veränderung der Waldgesellschaften zu rechnen ist. Dies kann im Gebirge zu einer Verschiebung der Waldgrenze nach oben führen. Durch eine möglichst breite Baumartenwahl und eine große Strukturvielfalt lassen sich diese Risiken der Klimaveränderungen abschwächen.

<b>Baumarten mit Superkräften</b>

Dass wir Waldflächen verlieren ist relativ unwahrscheinlich. Außer vielleicht ganz im Osten Österreichs, wo an der unteren Waldgrenze problematische Bedingungen für das Baumwachstum wahrscheinlich sein werden, werden Bäume vorhanden sein. Die Frage ist jedoch ob der Wald die Ansprüche die an ihn gestellt werden erfüllen können wird. Durch Risikoverteilung über Vielfalt bleibt die Richtung in die sich ein Wald entwickelt für seine Bewirtschafter lenkbar.

Jede Baumart hat ihre besondere Fähigkeit – sozusagen ihre Superkraft. Einige sind sehr resistent gegen Trockenheit, andere besonders Sturmfest. Manche wurzeln gut auf nährstoffarmen Böden und bereiten diese für anspruchsvollere Baumarten vor. Berücksichtigt man die standörtlichen Gegebenheiten im eigenen Wald kann man sich so die Unterschiede der Baumarten im Waldbau zunutze machen.

<b>Nachhaltige Empfehlungen</b>

Vor 100 bis 150 Jahren war es in den meisten Teilen Österreichs die “richtige Enscheidung” die Fichte nahezu überall anzubauen, auch an Standorten an denen sie nicht natürlich vorkommt. Man kann den Waldbauern von damals keinen Vorwurf machen, sie hatten andere Voraussetzungen und andere Ziele. Heute sehen wir viele Dinge anders und in 100 bis 150 Jahren werden unsere Nachfahren vielleicht wieder anders entscheiden. Wir handeln und entscheiden nach Stand des heutigen Wissens und unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Der Unsicherheitsfaktor Klimawandel könnte diese Entscheidungen natürlich in einigen Jahrzehnten wieder umstoßen.

Aus heutiger Sicht als sicher gilt die Empfehlung für die Baumarten Waldföhre, Douglasie, Traubeneiche, Stieleiche, Flaumeiche, Spitzahorn, Feldahorn, Mehlbeere, Elsbeere, Feldulme, Kirsche, Birke, Winterlinde, Aspe, Edelkastanie und Walnuss.

<b>Standort entscheidend für die Klimafitness</b>

Je nach Standortsbedingungen können die großklimatischen Einflüsse verstärkt oder abgeschwächt werden. So bieten zum Beispiel frische Standorte mit tiefgründigen Böden den Bäumen bessere Wuchsbedingungen bei Trocken(stress)perioden als trockene, seichtgründige Kuppenstandorte.

Die ökologischen Ansprüche der Baumarten müssen verstärkt berücksichtigt werden. Besonders auf den “problematischen” Standorten sind die Baumartenwahl und andere Waldbaumaßnahmen eingeschränkt. Die klimatischen Verhältnisse, die Bodennährstoffe und die Bodenfeuchte bestimmen im Wesentlichen Wachstum und Vitalität der Bäume. In Zukunft werden im Waldbau die klimatische Ansprüche der Baumarten sowie deren genetischen Eigentschaften im Hinblick auf ihre Ansprüche immer wichtiger.

Länge der Route:
Grundgestein: Gneis
Seehöhe:

1. Station


Name: Ein klimafitter Wald für das Sattental
Thema: Waldverjüngung
Baumarten: Andere Baumarten
Birke (Betula sp.)
Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
Fichte (Picea abies)
Lärche (Larix decidua)
Tanne (Abies alba)
Zirbe (Pinus cembra)

EXKURSION: Derzeit leider keine!

Geodaten

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  • Standort:

    Pruggern 8965

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